Nordische Platten: Wie macht das der Finne bloß?

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

When no one is watching we are invisible": Omnipräsent und doch unsichtbar - das scheint eine sympathische Maxime finnischer Musiker zu sein. Die letzten Wochen haben eine Unzahl an umwerfenden Tonträgern gebracht, die Anlass zur Spekulation geben: Warum ist eine Nation mit gerade mal fünf Millionen Einwohnern so kreativ? Ist es die Ruhe, die der Finne im Land der tausend Seen hat? Ist es der ausgezeichnete Wodka?

Gerade bei dem Duo Pan Sonic dürfte man mit beidem nicht so falsch liegen. Mika Vainio und Ilpo Väisänen, die Aushängeschilder der finnischen Szene, veröffentlichten eben "Aaltopiiri" (Mute/Edel), auf dem ohrenbetäubende Töne und wummernde Bassdrums einander bekriegen. Daneben fielen zwei Alben für das Wiener Mego-Label ab: eine Solo-CD von Herrn Väisänen ("Asuma", klingt wie Pan Sonic zum Quadrat) und ein zur psychoakustischen Kriegsführung empfohlenes Werk mit Wire-Mann Bruce Gilbert (IBM: "The Oval Recording").

Harmoniesüchtig dagegen ist der milchgesichtige Techno-Produzent


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