"Ist das nicht herrlich?"

Kulturpolitik. Kulturstadtrat Peter Marboe (ÖVP) erklärte dem "Falter" die sozialdemokratische Liebe zu seiner Person, seine Vorbehalte gegenüber Rot-Grün, das Ende der Theaterverschuldung, das "neue Kulturklima" in Wien und warum die Freiheit der Kunst ganz einfach zu definieren ist.

Kultur | Wolfgang Kralicek und Klaus Nüchtern | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Alle loben Peter Marboe: Bürgermeister Michael Häupl würde seinen konservativen Kulturstadtrat auch in einer rot-grünen Koalition gerne behalten, Marboes Vorgängerin Ursula Pasterk bedachte ihn mit sarkastischen Komplimenten. Im Falter-Interview zeigt der gerne als "verbindlich" apostrophierte Politiker zarte Kanten: Wer Marboe will, soll auch ÖVP wählen.

Falter: Herr Marboe, es sieht so aus, als wären Sie der beliebteste Politiker Wiens, besonders bei der Sozialdemokratie. Stoßen Sie in der eigenen Partei auch auf so viel Begeisterung?

Peter Marboe: Erstens: "If you can't beat them, join them" lautet ein gängiges amerikanisches Sprichwort. Zweitens bin ich mit rund 90 Prozent als zweiter Kandidat auf die VP-Gemeinderatsliste gesetzt worden, daraus kann man auch das Ausmaß der Zustimmung in den eigenen Reihen ersehen.

Haben Sie diese sozialdemokratischen Avancen überrascht?

Von sozialdemokratischen Avancen kann man nicht so ohne weiteres sprechen. Es will ja der SPÖ-Kultursprecher


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