Kunst kurz

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Das Foto von 1928 auf dem Katalog zeigt uns die Künstlerin Erika Giovanna Klien als ernste, melancholisch wirkende junge Frau, die mit leicht aufgerissenen Augen unsicher in die Kamera schaut. Auch auf ihren comicstripartigen Bögen "Der Kleßheimer Sendbote" zeichnet sie sich selbst als traurige Protagonistin kommentierter Bildgeschichten und bringt in dynamisch-expressivem Stil innere Konflikte zum Ausdruck. Im Heiligenkreuzerhof (bis 23.3.) sind diese außergewöhnlichen Zeichnungen und viele andere Werke der aus dem Trentino stammenden Künstlerin zu sehen, die erst Jahre nach ihrem Tod 1957 entdeckt wurden. Auf der Angewandten studierte sie bei Franz Cizek, der mit dem Wiener Kinetismus die einzige österreichische Kunstrichtung vertrat, die Anschluss an die internationalen Strömungen Futurismus, Kubismus und Konstruktivismus suchte. Die Integration von Bewegung und Rhythmus kennzeichnet Kliens Bilder genauso wie ihre Entwürfe für Plakate, Briefmarken, Bücher und Reklame. Trotz


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