Es kann nur einen geben

Porträt. 13 Jahre war er Herr über die City. Ein Herr, der auch als schräges Original belächelt wurde: Richard Schmitz hat es samt Gamsbart-Hut und Mr.-Bean-Lächeln zum prominentesten Bezirksvorsteher gebracht - auch wenn er kein Mächtiger in der eigenen Partei war. Jetzt geht Herr Schmitz.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 08/01 vom 21.02.2001

Der Maroni-Standler am Graben ist ehrlich betroffen. "Sie verlassen uns, a Wahnsinn." Er schüttelt theatralisch den Kopf. "Mit Ihnen ist es wie mit dem Highlander: Es kann nur einen geben." Richard Schmitz lächelt freundlich und tippt sich an den Gamsbart-Hut. Kleine Aufmerksamkeiten tun einfach gut. Auch wenn der VP-Bezirksvorsteher dieser Tage ständig mit Lob und Freundlichkeit überschüttet wird, wenn er seine Runden durch die City zieht. "Ricky, du gibst auf. Schrecklich", bedauert der Herr Doktor im Lodenmantel. "Ohne Sie ist es nicht mehr dasselbe", lamentiert der Herr Diplomingenieur mit der Dame im Pelz am Arm. "Wenn du gehst, sind alle deine Freunde", meint Schmitz lakonisch. Nach 13 Jahren an der Spitze der City gibt der 61-Jährige jetzt auf. Der amtsmüde Richard Schmitz ("ich hatte kein Privatleben mehr") verlässt die Bezirkspolitik und überlässt den Bezirksvorsteher-Sessel seinem bisherigen Vize Franz Grundwalt (VP).

Jetzt ist der Herr Vorsteher bald Vergangenheit. Samt


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