Hilfe! Austro-Debatte!

Seinesgleichen geschieht. Über diemerkwürdige Aggressivität des öffentlichen intellektuellen Gesprächs in Österreich.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Reden wir einmal nicht vom Unvermeidlichen. Lassen wir die Sache mit Formil, mit der Fusion der Magazine, beiseite. Obwohl Wolfgang Fellner sagte, er habe einen Vertrag mit der Republik, wenn sie den nicht einhalte, werde er sie auf Schadenersatz klagen. Nach kurzer Zeit hatte ich es kapiert: Er fasst den Beschluss des Kartellgerichts, das die Fusion unter einschränkenden Auflagen ermöglicht, als Vertrag auf, den die Republik mit ihm abgeschlossen hat. Und er versteht die Möglichkeit, gegen diesen (übrigens noch nicht rechtskräftigen) Beschluss Rekurs einzulegen, als Vertragsbruch. Eine interessante Variante, die aber in der Auffassung der Fellners, die Welt als Geschäftsvorgang der News-Gruppe zu betrachten, eine gewisse Logik hat. Die Welt ist alles, was der Geschäftsfall ist.

Womit wir bei den Philosophen und den Schriftstellern wären. Ich könnte mich auf den Standpunkt stellen, was die so treiben, wenn der Tag lang ist, geht mich nichts an. Stimmt aber nicht. Ich lese es fortwährend.


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