"Echte Urgesteine"

FPÖ. Vergangene Woche eröffnete die Wiener FPÖ zum dritten Mal ihren Wahlkampf. Diesmal mit antisemitischen Untertönen und einschlägig bekannten Spitzenkandidaten.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Volltreffer. Der ältere Herr wischt sich sogar eine kleine Träne aus dem Auge, so herzlich muss er auflachen. Dabei hat Jörg Haider gar keinen Witz erzählt. "Der Häupl hat einen Wahlkampfstrategen, der heißt Greenberg!" Da lacht der Saal laut auf. "Den hat er sich von der Ostküste einfliegen lassen! Liebe Freunde, Ihr habt die Wahl, zwischen Spindoctor Greenberg von der Ostküste oder dem Wienerherz zu entscheiden!" Tobender Applaus. Einmal muss schließlich Schluss sein: "Wir brauchen keine Zurufe von der Ostküste. Jetzt ist einmal genug! Jetzt geht es um einen anderen Teil der Geschichte, die Wiedergutmachung für die Heimatvertriebenen!" Dann die Rückbesinnung: "Viele von euch sind freiheitliches Urgestein", lobt Haider, "euch zeichnet Entschlossenheit aus."

Vergangene Woche feierten die Blauen in der Kurhalle Wien Oberlaa zum dritten Mal ihren Wahlkampfauftakt. Am Anfang noch mit gemütlicher Heurigenmusik. "Vom Steffl derf da Muezzin plärren / ganz Grinzing wird a Chineser-Lokal


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