"Echte Urgesteine"/Helenes "Hasch-Affäre": Vorschnelle Einstellung?

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Das Verfahren wurde eingestellt. Zu Recht?

Josef Kleindienst ist sich ganz sicher. Als er noch Chef der freiheitlichen Polizeigewerkschaft AUF war, sei eine Dame mit einer unanständigen Bitte an ihn herangetreten. Kleindienst schildert die Szene in seinem Buch ("Ich gestehe") so: "Eine prominente Politikerin ruft mich an. Ein junger Mann aus einer befreundeten Familie war von der Polizei im Burggarten mit Haschisch erwischt worden. Ob ich nicht mit den Kollegen reden könne, wegen so einer Lappalie müsse man ja dem Mann keine Schwierigkeiten machen."

Anstiftung zum Amtsmissbrauch, begangen durch eine Politikerin? Die Wirtschaftspolizei nahm Ermittlungen auf und lud Kleindienst als Zeugen vor. Unter Wahrheitspflicht packte der ehemalige FPÖ-Funktionär aus: Die Anruferin sei Helene Partik-Pable persönlich gewesen. Kleindienst hatte damals auch auftragsgemäß am Kommissariat Goethegasse angerufen, um sich über den Vorfall zu erkundigen. Die erbetene Intervention lehnte er jedoch ab.

Helene


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