Einer fliegt

Rochaden. Nach der Wiener Wahl wird ein Parteichef ein langes Gesicht machen: Bernhard Görg oder Christoph Chorherr. Denn Vizebürgermeister kann nur einer werden, der andere muss gehen.

Politik | Eva Weissenberger und Nina Weissensteiner | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Bernhard Görg hebt sein Achterl Weiß in der Parteizentrale in der Falkestraße. Christoph Chorherr feiert ausgelassen in der Bierklinik im Alten AKH. Beide lachen. Noch.

Am Wahlabend des 25. März werden ÖVP-Chef Görg und Grünen-Sprecher Chorherr beide Sieger sein. Die jüngsten Umfragen prophezeien der Volkspartei bei der Rathaus-Wahl 21 Prozent und die Rückeroberung des zweiten Platzes von den Freiheitlichen. Die Grünen könnten ihr Ergebnis von 1996 sogar fast verdoppeln und von 8 auf 14 Prozent klettern. Trotzdem: Vizebürgermeister kann nur einer werden. Zwei Tage nach dem Wahlsonntag wird Bürgermeister Michael Häupl beginnen zu sondieren - und die schwarzen und grünen Funktionäre zu intrigieren.

Bernhard Görg ist 59. Und gerne Stadtrat. Die Funktion des Parteiobmannes sei ihm nicht ganz so wichtig, meint ein Rathaus-Schwarzer, denn "im Wirtshaus sitzen und Schmäh führen ist nicht gerade seine Stärke". Also erwartet die Partei von Görg, dass er in spätestens zwei Jahren


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige