Miniwahlkampfshow

Hochschülerschaft. Mitten in der Schlussphase des Wiener Wahlkampfes eröffnet sich eine Nebenfront: Die Studentenvertreter präsentieren ihre Kandidaten und Themen für die ÖH-Wahlen im Mai.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Zwei junge Männer singen und spielen auf der Orgel dazu: "Das ist Wahnsinn / wir gewinnen die Wahl mit dem Höller." Die hundert adretten Studenten in dem Kellerlokal in der Josefstadt flippen aus und schreien im Chor: "Höller/ Höller/ Höller." Weiter geht's, zur Musik von Wolfgang Petri: "Wir werden siegen / und die anderen abservi-i-i-ieren." Dann tritt der pausbäckige Spitzenkadidat, Uli Höller vor, spricht ein paar launige Worte und bekommt einen neuen Imkeranzug.

Zelebiert die FPÖ ihren vierten Wahlkampfauftakt? Nein. Mitten in der Schlußphase des Rennes um das Rathaus startet ein zweiter Wahlkampf: Im Mai wählen die Hochschüler ihre Vertretung.

Der 24jährige Landwirtschafsstudent Höller tritt für die bürgerliche Aktionsgemeinschaft (AG) an, die in den letzten zwei Jahren den Vorsitzenden, Martin Faißt, stellte. Seine Forderungen: Keine Deckelung des Budgets für die Unis ("Je mehr, desto besser"), Abschaffung der Pragmatisierung für Professoren sowie eine Evaluierungsagentur,


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