Neue Platten

Kultur | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Pop Beenie Man: Best of VP/Hoanzl Beenie Man ist Superstar und zugleich kontroversiellster Vertreter der jamaikanischen Dancehall-Kultur. Kein Wunder, repräsentiert er doch den harten Sound und die entsprechenden Inhalte gewissermaßen prototypisch. Die Texte des knapp 30-Jährigen, der in seiner Heimat seit Kindertagen ein Star ist, strotzen nur so vor Sexismus und Gewalt. Zwar will er seine lyrischen Eskapaden als Aufruf zur öffentlichen Diskussion verstanden wissen; doch ist er auch längst Geschäftsmann genug, um die Wirkung eines jeden Skandals auf seine CD-Verkäufe einschätzen zu können. Die steigen mit zunehmender Bekanntheit von Dancehall auch in den USA und Europa beständig an. Beenie Mans ausufernde "Best of"-Compilation (40 Tracks auf 2 CDs) ist in diesem Zusammenhang aber nicht bloß ein kluger Schachzug der Plattenfirma - sie taugt tatsächlich ausgezeichnet als Einstieg in die Dancehall-Materie. Und rockt garantiert jede Party.

Sebastian Fasthuber


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