Schöne Scheiße

Film. Peinlicher Pomp mit Starbesetzung: "The Man Who Cried" von Sally Potter.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Russland 1927, folgende Geschichte: Ein kleines jüdisches Mädchen, Jegele geheißen, wird vor den Pogromen nach England in Sicherheit gebracht und wächst bei Pflegeeltern auf. Suzie, wie sie dort heißt, spricht wenig und noch weniger Englisch, doch eines Tages entdeckt der Musiklehrer ihr Gesangstalent.

Schnitt, zwölf Jahre später. Suzie geht nach Paris, wo sie als Revuegirl zu arbeiten beginnt, mit Lola, ihrer ebenfalls aus Russland stammenden Kollegin, ein gemeinsames Quartier bezieht und alsbald ein Engagement an einer privaten Opernbühne erhält. Die fesche Lola macht sich rasch an Dante Domino heran, den italienischen Tenor und Star des Hauses. Die schüchterne Suzie entflammt in stiller Liebe zu Cesar, einem Zigeuner, der ebendort mit Pferd als Statist auftritt. Wenig später marschieren die Deutschen in Paris ein. Suzie und Lola nehmen Abschied von ihren Männern und buchen eine Überfahrt nach Amerika. Der Ozeandampfer wird auf halber Strecke versenkt, wobei Lola den Tod findet.


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