Ich shoppe, also bin ich

Kunst. Die Ausstellung "Shopping" geht dem genannten Phänomen auf vielfältige Weise nach und führt die Besucher bis auf die Mariahilfer Straße.

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Einkaufen ist nicht mehr, was es einmal war. Der größte Anteil von Freizeit wird von US-Bürgern für das "Shopping" verwendet - ein Begriff, der immer weniger den Erwerb einer Ware als vielmehr die beispiellose Ausweitung und gleichzeitige Konzentration des Konsums bezeichnet. Am deutlichsten offenbart sich diese Entwicklung darin, dass die konventionellen amerikanischen Shopping-Malls zu "Urban Entertainment Centers" werden. Das Abhängen in diesen mit Großkinos und Erlebnisgastronomie angereicherten Einkaufsarealen wird wahrscheinlich auch bald bei uns den Sonntagsausflug ins Grüne ersetzen - natürlich nur für die, die nicht "jobben" müssen.

"Ist Shopping nicht längst schon zur Arbeit geworden, zumindest zur Arbeit an der eigenen Identität?", formulieren die Kulturtheoretikerinnen Anette Baldauf und Katharina Weingartner ihre Grundsatzfrage zu der von ihnen kuratierten Ausstellung "Shopping" in der Generali Foundation. Ausgangspunkt des Projekts bildet eine Vergleichsstudie über


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