Nüchtern betrachtet: Wird wegen Platzmangels fortgesetzt

Kultur | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Bekanntlich gibt es zwei Sorten Konzerte und drei Sorten Menschen. Der Erzählökonomie zuliebe, an der mir sehr gelegen ist, weil diese Kolumne - gegenteiligen Behauptungen mir unwohl gesonnener Kreise zum Trotz - eher kurz als lang ist, wende ich mich gleich den Menschen zu, weil sich das mit den Konzerten gleichermaßen von selbst erklärt, habe ich erst einmal erwähnt, dass die erste Sorte Mensch nur in Sitz-, die zweite nur in Steh-, die dritte freilich sowohl in Sitz- als auch in Stehkonzerte geht. Denkmöglich ist auch noch eine vierte, die überhaupt in keine Konzerte geht, aber ich frage Sie: Sind das überhaupt Menschen? Alle Menschen sind gleich, Steh- und Sitzkonzerte aber haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Sitzkonzerte fangen pünktlich an und enden um 21.30 Uhr, sodass man nachher noch fesch essen gehen kann. In den Vereinigten Staaten von Amerika isst man allerdings vorher, denn die Sitzkonzerte fangen später an und dauern länger, weil es dort keine Gewerkschaften


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