Pomade muss sein

Rockabilly. Sie sind nicht zurück. Sie waren immer da. Genauso wie Elvis nicht tot ist. Oder Buddy Holly. Flugzeugabstürze gibt es nicht. Die Schmalzlocken tauchen wieder in der Stadt auf. Samt Neobilly, Psychobilly, Authentic Rockabilly, Hillbilly, Teddyboy und HepCat.

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Früher haben sie noch die Wespen verfolgt. "In den Achtzigern war das schon ein Problem", meint der 32-jährige Öli, lang gedienter Rockabilly und nebenbei Arena-Mitarbeiter. "Da mussten wir unsere Haare mit Zuckerwasser oder Bier in Form bringen. Im Sommer sind dann die Wespen gekommen." Die Jungen haben es da um einiges einfacher. Denn seit einiger Zeit gibt es auch in Wien echte Pomade zu kaufen. Obwohl sich manche Wespe auch in die aus den USA importierte, süßlich duftende "Sweet Georgia Brown"-Pomade verliebt.

Jetzt lebt die bereits tot geglaubte Rockabilly-Szene der Stadt wieder auf. Immer mehr Jugendliche formen ihre Haare zu "Entenschwänzen", ziehen sich Holzfällerhemden an und zupfen die alten Elvis-Schlager auf der akustischen Gitarre. Sie treffen sich im American Fifties auf der Gumpendorfer Straße, tanzen im Papas Tapas und feiern ihre Feste im Shelter oder in den Lokalen befreundeter Wirte. Ihre "Record Hops", Feste, auf denen Rockabilly-Musik von den Fünfzigern bis


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