Der Supper Club

Neues Lokal. Das ehemalige Gasthaus zur Glocke hat beschlossen, seine Identität zu verändern und sich fortan der heißen Brühe zu widmen.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Seit 70 Jahren hätte man gutbürgerliche Küche gemacht, sagt Herr Zimmer nicht ganz ohne Stolz, und über seinen Mut, diese Schiene zu verlassen, wundere er sich selber ein bisschen. Denn aus seinem "Gasthaus zur Glocke" wurde vorigen Montag ein Konzept-Lokal von beinahe zeitgenössischem Zuschnitt mit "Take-away"-Option, was für ein Gasthaus traditioneller Natur bisher in etwa so denkbar war wie Zelteln mit einem Ghanesen für Helene Partik-Pable.

Das neue Lokal heißt "Suppe & Co" und lässt wenig Zweifel offen, was sich da auf der Speisekarte so tummelt: Suppen aus aller Welt, von der Steiermark über die Toskana, Russland bis nach China. Auch das Interieur wurde ein bisschen runderneuert, ganz streamlinig die ehemalige Schank, jetzt ein Mittelding zwischen Theke und Vitrine mit Stehpulten und Designerlampen. Der terrazzoverflieste Beislbereich blieb bis auf ein paar Email-Werbeschilder von Knorr (ob das in einem Suppen-Lokal so vertrauenserweckend kommt?) verhältnismäßig unverändert


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