Exotisch planen

Stadtpsychologie. Cornelia Ehmayer ist eine Pionierin. Als erste Stadtpsychologin Österreichs beschäftigt sie sich mit dem Wesen der Stadt. Und versucht die Bürger für ihre Stadt zu interessieren: Wie beim Agenda-21-Pilotprojekt am Alsergrund.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 09/01 vom 28.02.2001

Sie kommt nicht wirklich aus einer Großstadt, sondern aus dem niederösterreichischen Ternitz. Trotzdem hat sich Cornelia Ehmayer immer für die Stadt interessiert. Mittlerweile erforscht die 37-Jährige deren Wesen: Ehmayer ist die erste Stadtpsychologin Österreichs. Die Umweltpsychologin kombiniert ihr Studienfach mit Community Sciene -eine Kombination, die hierzulande noch exotisch ist. "Für mich sind Städte lebendige Wesen. Alle Stärken und Schwächen, Hoffnungen und Ängste ihrer Bewohner prägen das Lebensgefühl in der Stadt", erklärt Ehmayer, die vor kurzem ihre Arbeit im Rahmen der Veranstaltungsserie "Stadtgefühle" erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentierte. "Die Stadt lebt auch vom Interesse der Menschen." Und eine Stadt, für die sich niemand interessiert, stirbt in der letzten Konsequenz: Verödung der Innenstadt, Verwahrlosung, Abwanderung. Die Stadtpsychologin versucht, die Identifikation der Bewohner mit ihrer Stadt zu fördern: Das von ihr geleitete Agenda-21-Pilotprojekt


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