Keine Krapfen für Margot

Satire. Bundespräsident Thomas Klestil gilt als unzugänglichster Politiker Österreichs. Dem "Falter" gelang es dennoch, einen Blick hinter die Fassade des Amtes und auf den Menschen Klestil zu werfen.

Politik | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Falter: Herr Präsident ...

Thomas Klestil: Bundespräsident. So viel Zeit muss sein.

Falter: Herr Bundespräsident, zu Beginn unseres Interviews wollten wir ...

Thomas Klestil: Interview?

Falter: Ja, äh, deswegen sind wir ja hier. Wir haben doch für heute ein Interview vereinbart.

Thomas Klestil: Hat Ihnen das der Dr. Magenschab noch nicht gegeben?

Falter: Aber wir wollten doch kein Interview mit dem Herrn Magenschab, sondern mit Ihnen führen. Selbstverständlich bekommen Sie es vor Drucklegung zur Autorisierung vorgelegt.

Thomas Klestil: Aber das hat der Dr. Magenschab ja schon alles erledigt. (Geht zur Tür und spricht ins Off.) Gehen S', holen S' mir doch einmal den Dr. Magenschab. (Setzt sich wieder.) Die Themen sind ja klar: Die Intensivierung der Beziehungen zu Andorra und Burkina Faso; der große Erfolg der neuen Staatsbesuchsmodalitäten mit Empfang im Burghof statt auf dem zugigen Flughafen; die Gespräche mit Putin am Rande der Ski-WM und ...

(Klestils Sprecher Hans Magenschab betritt


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