"Entflechtung ist möglich"

Formil-Ehe II. Regine Jesionek, "Formil"-Kartellrichterin,überdie "Bananenrepublik Österreich", den Zusammenschluss der Nachrichtenmagazine, die verunglückte Besetzung von Kartellgerichten und die Möglichkeiten, Medienriesen doch noch zu zerschlagen.

Medien | Florian Klenk | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Ihr Urteil ist umstritten. Seitenweise begründet Kartellrichterin Regine Jesionek, warum sie eine Ehe von profil und Format für unzulässig hält. Doch am Ende des Urteils die Wendung: Der Dreiersenat am Oberlandesgericht, neben der Berufsrichterin sitzen auch Vertreter der Arbeiter- und Wirtschaftskammer, hat keine Bedenken gegen eine Fusion, soferne Auflagen - etwa eine Bestandsgarantie für profil bis 2006 erfüllt werden. Experten vermuten nun, dass Jesionek, die nie ein Hehl aus ihren Bedenken gegen die Fusion gemacht hatte, von den Laienrichtern überstimmt wurde. Im Falter-Interview nimmt Regine Jesionek erstmals zu ihrem Urteil Stellung. Ihre Forderung: In Zukunft sollten Berufsrichter und nicht Interessenvertreter das letzte Wort haben. "Das entspricht am ehesten unserer Vorstellung von unabhängiger Rechtsprechung."

Falter: Frau Dr. Jesionek, Oscar Bronner, der Gründer des "profil",schreibt in einem Herausgeberbrief des "Standard", dass es sich "die Mächtigen" anlässlich der

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