Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Vergangene Woche habe ich einen großen Fehler gemacht - fernsehtechnisch. Ich habe wieder einmal bei Big Brother, dritter Aufguss, vorbeigeschaut. Es war wirklich traurig, die mäßig talentierten jungen Menschen sitzen im Container und glauben noch immer, dass sie berühmt und reich werden wie Sladdi, wenn sie sich öffentlich die Schamhaare rasieren oder Pickel ausdrücken. Unschön ist auch, was die österreichische Kandidatin Silvia dem ohnehin angeschlagenen nationalen Image im Ausland antut. Da war ja ihr Vorgänger Walter, ein verwöhnter Ödbär, noch dazu vom Wörthersee, ein würdigerer Ösi-Vertreter. Silvia ist zwar die hübscheste Frau im Container (kein wirklich großes Kunststück), dafür ist sie aber auch die Erste, die sich von Ekel Michael wegen einer lächerlichen Kleinigkeit zum Heulen bringen ließ: Wo bleibt da die Frauenpower? Noch schlimmer ist allerdings, dass die Ösi-Frau mittlerweile als schmuddeliger Ungustl dasteht: Hinter ihrem Rücken erzählt Lieblingsfeind Michael detailgetreu, welche schlechten Angewohnheiten sie habe. "Die furzt herum, schmatzt beim Essen, hat ganz gelbe Finger vom Rauchen, säuft dauernd Bier und wäscht sich nicht oft." Silvia, so wirst du kein RTL-Star.


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