Kommentar: Wien, die offenste Stadt der Welt


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

"Nur Jennifer Lopez hat dieser Tage mehr Presse als Peter Marboe", wurde dieser Tage in einem nicht gezeichneten Format-Artikel behauptet. Was zum Zeitpunkt des Erscheinens als eine doch etwas sehr kühne rhetorische Wendung gelten musste, gewinnt zusehends an Plausibilität. Letzten Freitag präsentierte Peter Marboe im Cafe Stein ein neues Kulturmagazin. Es nennt sich specs und wird vorerst wohl noch in jedem einigermaßen gut sortierten Zeitschriftenladen mit Spex, dem deutschen Popdiskursblatt für Brillenträger, verwechselt werden, obgleich es eigentlich unverwechselbar ist: Selbst wenn Peter Marboes Medienpräsenz diejenige von Jennifer Lopez, Catherine Zeta-Jones und Cameron Diaz zusammen übersteigt, wird sich sein Konterfei nicht so bald auf dem Spex-Cover finden.

Die Nullnummer von specs hingegegen covert einen magenta eingefärbten Kulturstadtrat und verweist mit der Schlagzeile "Bleibt Wien offene Stadt, Herr Marboe?" auf das Marboe-Gespräch im Blattinneren. Titelklarheit,

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