Um die Ecke gelacht

Kabarett. Mit Juniorpartner Rupert Henning und dem Programm "Ausrichten" feiert Erwin Steinhauer sein Comeback als politischer Kabarettist. Was gibt es da zu lachen?

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Wer eine Vorstellung des Kabarettprogramms "Ausrichten" von Rupert Henning und Erwin Steinhauer besucht, wird auf einem Plakat am Eingang darauf hingewiesen, dass die beiden Künstler an jedem Spieltag je tausend Schilling für die Kinder dieser Welt spenden - und zwar am Dienstag für die Straßenkinder in Lateinamerika, am Mittwoch für die Straßenkinder in Afrika, am Donnerstag für die Straßenkinder in Asien, am Freitag für die Flüchtlingskinder in Österreich und am Samstag für kranke Palästinenser-Kinder. "Los Wochos" für "Gutmenschen"? Eine ziemlich zynische, aber auch ziemlich treffende Pointe, mit der Henning und Steinhauer die politische Hilflosigkeit des politischen Kabaretts auf den Punkt bringen, bevor die Vorstellung überhaupt begonnen hat.

Der Anfang des Programms ist dann aber auch nicht schlecht: Steinhauer und Henning treten als Putztrupp in blauen Arbeitsmänteln auf und beginnen die am rechten Bühnenrand stehenden Plexiglasrednerpulte zu säubern. Aber die beinharte

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