Ein Doktor unter Giftlern

Unterhaltung. Der als exzentrischer Oberarzt bekannt gewordene Georg Ringsgwandl kommt mit neuem Programm, neuer Platte und neuem Sound nach Wien.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Im Gartenmarkt ist Torfmullzeit und trotzdem Unzufriedenheit Georg Ringsgwandl (aus "Gache Wurzn") Früher war Georg Ringsgwandl eine gute Geschichte: Ein Oberarzt aus Garmisch-Partenkirchen, der untertags am offenen Herzen operiert und nachts in verrauchten Kleinkunstkellern die Sau rauslässt, Dr. Jekyll & Mr. Hyde in Oberbayern - das sind Geschichten, wie wir sie mögen. Heutzutage macht es Doktor Ringsgwandl den Reportern und Kritikern bedeutend schwerer: Seit er den Job auf der Intensivstation aufgegeben hat, ist er nur noch Künstler - noch dazu einer, der sich schwer einordnen lässt.

Was, zum Beispiel, soll man mit seiner neuen, insgesamt sechsten CD "Gache Wurzn" (der Titel ist eine bayrische Umschreibung für "attraktive Dame") anfangen? Auf den ersten "Blick" ist das eine Platte, die im Kabarett-Regal eigentlich nichts verloren hat: Zu entspanntem Rhythm & Blues erzählt Ringsgwandl Geschichten über rabiate Gastwirte, einsame Verkaufsvertreter, die "Garten-Nazis"


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