Wasting Private Ivan

Film. Die europäische Monsterproduktion "Duell - Enemy at the Gates" nutzt die Schlacht um Stalingrad als Hintergrund für Liebe und Freundschaft unter Heckenschützen.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Den Hauptdarsteller Jude Law hat "Enemy at the Gates" mit "A.I.", Steven Spielbergs nächstem Film, gemeinsam, den Synchrontitel "Duell" mit dessen Erstling. Das mag Zufall sein; an Spielberg kommt "Duell - Enemy at the Gates" aber sowieso nicht vorbei: zum einen, weil er so breit antritt, wie es einer deutsch-britisch-irisch-amerikanischen Koproduktion gebührt, die als teuerster europäischer Film aller Zeiten gilt. Zum anderen, weil zwei Massaker-Sequenzen zu Beginn mehr als förmlich um einen Vergleich mit dem initialen Inferno von "Saving Private Ryan" betteln. Dessen Euro-Pendant will "Duell" sein, also geht es in dieser Ausgeburt des laufenden Revivals von Zweiter-Weltkriegs-Dramen unamerikanisch zu. Gelandet wird unter deutschem Feuer, aber nicht in der Normandie, sondern Ende 1942 in Stalingrad, wo sibirisches Kanonenfutter über den Fluss geschippert wird, der auch damals Wolga und nicht Stalin hieß.

Die Schlacht um Stalingrad ist monumental genug, die Perspektive der sowjetischen


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