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Film. "Big Brother" brutal: Der deutsche Psychothriller "Das Experiment" zeigt, was passieren kann, wenn man Menschen zu Versuchszwecken zusammensperrt.

Michael Omasta | Kultur | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Wie erschlagen kommt man aus dem Kino. Oliver Hirschbiegels "Das Experiment", im Jänner in drei Hauptkategorien mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet, ist ein harter Film. Alles beginnt harmlos, nicht wenig umständlich; beschleunigt sich dann, immer und immer weiter; bis zu einem Punkt, an dem, frei nach Adorno, "Übertreibung" eventuell zum "Medium von Wahrheit" wird.

Der Film basiert auf dem Roman "Black Box" von Mario Giordano, diesem wiederum liegt ein Experiment zugrunde, das 1971 an der amerikanischen University of Stanford durchgeführt wurde: In einer (künstlichen) "Gefängnissituation" sollten die Gehorsamsbereitschaft und das Aggressionsverhalten der in Häftlinge und Wärter aufgeteilten Testpersonen untersucht werden. Wegen sadistischer Übergriffe und Schikanen musste das ursprünglich auf zwei Wochen angelegte Experiment jedoch vorzeitig abgebrochen werden.

Soweit die Vorgeschichte, über die beide, Roman und Film, freilich weit hinausgehen. "Das Experiment", nach Köln

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