Kampf den Farbterroristen

Graffiti. Vergangene Woche wurden mit dreizehn und acht Monaten Gefängnis die bisher schwersten Strafen für Sprayereien verhängt. Wird wieder hart gegen die Graffitiszene durchgegriffen?

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 10/01 vom 07.03.2001

Christoph und Tobias müssen ins Gefängnis. Die beiden wurden im Dezember 2000 von der Staatspolizei beim Sprayen erwischt und saßen bis vor kurzem in Untersuchungshaft. Vergangene Woche wurden sie im Wiener Landesgericht von Richter Friedrich Zeilinger zu unbedingten Haftstrafen von dreizehn beziehungsweise acht Monaten verurteilt. Beide waren erst wenige Monate davor wegen illegalen Sprayens zu drei Monaten bedingt verurteilt worden. Dann wurden sie dabei erwischt, wie sie ihre Kürzel "THC" und "Sniper" auf Hausmauern in der Burggasse malten. Beim Prozess von vergangener Woche wurde über eine Schadenssumme von über einer Million verhandelt. Auch wenn das Vorgehen der jungen Männer nicht sehr klug war, löste der Fall Empörung aus. Die Chatrooms von FM4 und Tageszeitungen wie dem Standard waren voll von Pros und Contras zum Thema Sprayen. Aber auch von Rechtsexperten wurde das ungewöhnlich scharfe Urteil kritisiert. "Graffiti ist ein Grenzfall", meint der Wiener Anwalt Richard


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