Liebe Leserin, lieber Leser!


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Stell dir vor, es ist Wahlkampf und keiner macht mit. Immerhin: Eine Unmenge von Plakaten beweist, dass demnächst gewählt wird, und sogar Spuren von Kampf zeigen sich - insbesondere wenn diese Plakate von anonymer Hand kommentiert, verunziert und beschädigt wurden. Das ist natürlich einerseits verboten (und wird an dieser Stelle unmissverständlich als ablehnenswert angeprangert - hiermit geschehen), andererseits oft ziemlich lustig. Nina Horaczek hat in den Archiven gestöbert und eine kleine Geschichte des liebevoll devastierten Wahlplakates erstellt (Seite 14f.). Mit dem Thema der Woche herumschlagen musste sich hingegen Namenskollegin Nina Weißensteiner: Wenn niemand so recht weiß, wer in Zukunft unter welchen Umständen für wie lange Kindergeld kriegen (oder auch: nicht kriegen) soll, dann liegt das nicht unbedingt an der mangelnden Auffassungsgabe des/der Betreffenden oder an der Komplexität der Materie, sondern vor allem an der chaotischen und unüberlegten Umsetzung dieses

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