Armutsfalle Familie

Kindergeld. Welche Chancen und Risken bringt das schwarz-blaue Kindergeld? Eine Analyse des Spiels des Ausspielens.

Werner Bachstein | Vorwort | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Das Kinderbetreuungsgeld erregt die Gemüter: Die einen sehen darin einen Meilenstein in der österreichischen Sozialpolitik, die anderen lehnen es als frauenfeindlich völlig ab. Eine differenzierte Auseinandersetzung fehlt. Vorweg ein paar Fakten: Frauen leisten den überwiegenden Teil der unbezahlten Arbeit, sei es bei der Kinder- und Altenbetreuung, der Hausarbeit oder auch als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in Sozialorganisationen. Sie sind es, die diese unentgeltliche, gesellschaftlich wertvolle und nicht mehr wegzudenkende Arbeit auf eigene Kosten erbringen. Weiteres Faktum ist, dass erwerbstätige Frauen im Durchschnitt nicht nur rund dreißig Prozent weniger als Männer verdienen, sondern zudem weit mehr atypische, tendenziell sozial und ökonomisch schlechter abgesicherte Jobs innehaben (bei aller Anerkennung auch der positiven Aspekte derartiger Beschäftigungsformen).

Unsere Leistungs- und Technologiegesellschaft ist keineswegs familienfreundlich und verzeiht keine langen Abwesenheiten

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige