Herzjagen um 17 Uhr

Ambulanzgebühren. Verständlichkeit und Rechtssicherheit der neuen Regelung sind absolut zweitrangig.

Vorwort | Alexander Warkoweil | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Zweihundertfünfzig Schilling Ambulanzgebühr ohne, 150 Schilling mit ärztlicher Überweisung müssen Sie seit 1. März 2001 für die Behandlung in einer Spitalsambulanz bezahlen. Das gilt auch für mitversicherte Angehörige, also auch für Ihre Kinder. Die Obergrenze liegt bei tausend Schilling pro Jahr und Person. Weil natürlich gemäß politischem Neusprech alles "abgefedert" werden muss, um "soziale Treffsicherheit" zu erzielen, sind die Ausnahmen von der Gebühr zahlreich. Kostenlos ist der Ambulanzbesuch, wenn Sie von der Rezeptgebühr befreit sind, wenn eine Untersuchung im Zuge eines Gerichts- oder Verwaltungsverfahrens durchgeführt wird oder wenn Sie im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft, einer Organ- oder Blutplasmaspende untersucht werden.

So weit ist ja alles klar. Aber um ein Gesetz vollziehen zu können, sind eindeutige Erläuterungen notwendig. Und genau die fehlen bei den weiteren Ausnahmen. Die Ambulanzgebühr darf nämlich laut Gesetz nicht eingehoben werden, wenn


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