Mutterglück? Mutterkreuz?

Kindergeld. "Frauen zurück an den Herd!", "Nein, jedes Kind ist gleich viel wert!" - Das neue Kindergeld verwirrt Sie? Der "Falter" unterzog die ideologischen Phrasen von links und rechts einem Reality-Check.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Mitten im Wiener Wahlkampf präsentierte die Regierung vergangene Woche ihr neues Kindergeld. Ab 2002 sollen alle Mütter bis zu 30 Monate lang 6000 Schilling bekommen. Doch der neue Entwurf ist eine Baustelle, über wesentliche Details konnte sich die Koalition noch gar nicht einigen. Trotzdem reagierten die wahlkämpfenden Spitzenkandidaten in Wien auf das Kindergeld prompt und erwartungsgemäß: VP-Vizebürgermeister Bernhard Görg lobte "den großen Wurf". FPÖ-Frontfrau Helene Partik-Pable sprach "von einem familienpolitischen Meilenstein". Gar nicht glücklich sind SPÖ und Grüne. SP-Frauenstadträtin Renate Brauner bezeichnete das Kindergeld "als Schlag ins Gesicht der Frauen", die Grünen verurteilten es als "reine Ideologie".

Zeit für eine Bestandsaufnahme. Ist das neue Kindergeld reaktionär oder doch eine familienpolitisch sinnvolle Maßnahme? Verspricht es Mutterglück oder ist es doch nur eine moderne Variante vom "Mutterkreuz"? Der Falter hat die Parolen des tagespolitischen


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