"Das war nicht korrekt"

Gespräch. "Ich habe nicht die Absicht, diese Frage weiter zu beantworten." Innenminister Ernst Strasser über die Prügel bei der Opernballdemo, Feigheit vor Jörg Haider, Antisemitismus und seine ganz persönlichen Magenblähungen.

Politik | Gerald John und Florian Klenk | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Das Buch lässt auf eine Wesensänderung schließen. Bisher galt Innenminister Ernst Strasser als Mann des Ausgleichs. Doch als der Falter zu Besuch kommt, steht das Werk "Vom Kriege" des preußischen Generals und Kriegsphilosophen Carl von Clausewitz im Regal. "Ein strategisches Buch", grinst Strasser. Taktische Nachhilfe kann der Innenminister brauchen: Denn beim Einsatz gegen Opernballdemonstranten geriet die in Sachen Demos bisher zurückhaltende Polizei erstmals ins Schussfeld der Kritik.

Falter: Herr Innenminister, der ORF hat Videomaterial über Polizeiübergriffe gesendet. In einem anschließenden Interview haben Sie kein kritisches Wort zur Polizei gefunden. Warum?

Ernst Strasser: Die Rechtsordnung ist von Polizisten und Demonstranten einzuhalten.

Jetzt sind Sie ausgewichen.

Ich habe klar gesagt: Die Polizei und die Bürger haben sich an die Gesetze zu halten.

Ein Demonstrant wurde vor laufender Kamera mit dem Knüppel geschlagen. Ist das im Rahmen der Rechtsordnung?

Das war nicht korrekt.


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