Teurer Spaß

Clubbing-Steuer. Wiens Partyveranstalter bangen um ihre Zukunft. Schuld daran sind höhere Steuern für die Events.

Politik | Thomas Prlic | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

In einem Punkt sind sich Partymacher und Politiker jetzt schon einig: Es ist alles sehr kompliziert mit dieser Steuer. Weil zahlreiche Wiener Veranstalter neuerdings mehr Vergnügungssteuer entrichten müssen, drohten diese vergangene Woche mit dem bevorstehenden Ende ihrer Events. "Immerhin: Die gröbsten Dummheiten aus dem Gesetz sind schon verschwunden", freute sich Johannes Breit, Organisator der "Wickie, Slime und Paiper"-Clubbings in den Sofiensälen am Montag nach einem eilig einberufenen "Party-Gipfel" mit Finanzstadtrat Sepp Rieder.

Grund für die Aufregung der Partymacher ist ein unklarer Passus im Vergnügungssteuergesetz. Für "regelmäßig" abgehaltene Tanzveranstaltungen ist 25 Prozent Vergnügungssteuer zu entrichten - für "fallweise" stattfindende jedoch nur zehn Prozent. Problem dabei: Der Unterschied ist im Gesetz nicht genau definiert und liegt im Ermessen der zuständigen MA 4. Weil viele Events, die das Amt bisher als "fallweise" beurteilte, neuerdings als Dauerveranstaltungen


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