Kommentar: Habemus Schauspielhausdirektion!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Es ist dann doch relativ schnell gegangen: Mitte Jänner wurde die Leitung des Schauspielhauses öffentlich ausgeschrieben; zwei Monate später konnte Kulturstadtrat Peter Marboe das neue Leitungsteam präsentieren (siehe Bericht auf Seite 59). Nachdem Marboe in den vergangenen Monaten unzählige Male sein Mantra "DreijahresverträgeTanzhausKinderquartierEntparteipolitisierungTheaterdienstagBittedarumbeneidetunsganzeuropa" heruntergebetet hatte, war er sichtlich froh, knapp vor der Wahl endlich mit einer Novität aufwarten zu können. (Nicht auszudenken, wenn erst im Herbst gewählt würde!)

Die mit der Vorauswahl beauftragte Jury hatte es dem Stadtrat, wie Jury-Sprecher Wolfgang Reiter kommentierte, nicht leicht gemacht: Marboe musste nicht nur zwischen Namen, sondern auch zwischen drei vollkommen unterschiedlichen Konzepten entscheiden. Zur Wahl standen beinhartes Experiment (verkörpert durch Claudia Bosse, die zuletzt im Schlachthof St. Marx Brecht und Aischylos skandieren ließ), junges


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