Schokolade für alle

Film. Lasse Hallström zieht in "Chocolat" wieder alle Mainstream-Register. Fünf Oscar-Nominierungen sind die unausweichliche Folge. Ein Gespräch mit Hollywoods Lieblingsschweden.

Kultur | Andreas Ungerböck | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Lasse Hallströms Filme sind nett, und der 47-jährige Schwede, ehemals filmischer Begleiter von ABBA, ist, wie nicht anders zu erwarten, ein freundlicher Mensch. Seit seinem netten schwedischen Film "Mein Leben als Hund" (1988 für zwei Oscars nominiert) macht er, umgehend von Hollywood zum Hohepriester des massentauglichen "gehobenen" Gefühlskinos geweiht, seine netten Filme in den USA. Dort liegen ihm Stars und Publikum gleichermaßen zu Füßen, und Hallström weiß, warum: "Weil meine Filme die Menschen positiv stimmen. Ich meine, wer nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, hat sich ein bisschen Entspannung verdient. Nicht jeder will im Kino nochmals erleben, was er den ganzen Tag schon erlebt hat."

Deshalb sind seine Filme, "Once Around" (mit Holly Hunter, Richard Dreyfuss), "What's Eating Gilbert Grape?" (Johnny Depp, Leonardo Di Caprio), "Something to Talk About" (Julia Roberts, Dennis Quaid) und die John-Irving-Adaption "The Cider House Rules" (Michael Caine, Tobey Maguire)


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