Meta-Morphosen der Kunst

Kunst. Die Documenta 11 beginnt diese Woche mit einem Symposium an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Die Kuratorin und Theoretikerin Ute Meta Bauer ist daran maßgeblich beteiligt.


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Alle fünf Jahre ist es so weit: Die Kunstwelt strömt zur Documenta nach Kassel. Diesmal wird die Wartezeit verkürzt, denn die Documenta 11 beginnt bereits ein Jahr vor der Ausstellung mit einer Reihe von Symposien, die jetzt "Plattformen" heißen. Die erste Plattform beginnt am Donnerstag in Wien, wo über das Thema "Democracy Unrealized. Demokratie als unvollendeter Prozess" nachgedacht wird; im Oktober wird die Plattform 1 in Berlin fortgesetzt.

Diskursschauplätze werden auch Metropolen an der Peripherie des westlichen Kunstbetriebs sein: Die Plattform 2 über "Rechtssysteme" tagt in Neu-Delhi, Plattform 3 über "Kreolisierung" findet im karibischen St. Lucia statt, Plattform 4 in vier afrikanischen Großstädten; die finale Plattform 5 wird dann die Ausstellung in Kassel sein. Die zu den diversen Plattformen geladenen Referenten sind überwiegend Professoren aus dem asiatischen und afrikanischen Raum, die sich mit Fragen der Globalisierung, der neuen Nationalismen, der Migration und

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