"Will nicht lächerlich sein"

Interview. Dagmar Koller über ihre erste House-Platte, ihre Männer Zilk, Schranz und Gere, ihr Leben als Schwulenmutti und den harten Job, die Koller zu sein.

Stadtleben | Eva Weissenberger und Christopher Wurmdobler | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Das ist ausgleichende Gerechtigkeit: Nicht nur der gemeine Wiener muss mit den steinernen Trinkbrunnen des Bildhauers Hans Muhr leben, mit denen die Stadt dank Helmut Zilk zugepflastert ist. Auch im Wohnzimmer des ehemaligen Bürgermeisters plätschert ein Muhr-Zimmerbrunnen. Zilks Ehefrau Dagmar Koller findet ihn schön: "Ich sage immer, der sieht aus wie ein Penis." Der Musical- und Operettenstar empfing den Falter in der eleganten Stadtwohnung in der Naglergasse. Zwischen Designermöbeln, Kunst, Kitsch und Richard-Gere-Bildschirmschonern.

Denn die drei DJs Jeremiah, Ugovsek und profil-Kulturchef Sven Gächter haben mit der 63-Jährigen eine ziemlich feine House-Platte produziert: "Been there. Done that". Das Partyvolk bei der Präsentation im Houseclub H.A.P.P.Y vergangene Woche war begeistert. Die Gay Community liegt der Koller ohnehin schon seit Jahren zu Füßen. Und auch ihr Stammpublikum ist der Koller treu geblieben: Seit Wochen sorgt sie als Dulcinea im "Mann von La Mancha" für

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