Der Keinlostfaden

Neues Lokal. Am Concordiaplatz eröffnete ein Lokal mit programmatischem Namen, veraltetem Design und durchschnittlichem Angebot.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 11/01 vom 14.03.2001

Auch wenn einen gleich einmal der antichauvinistische Reflex ereilt, so muss es dennoch nicht von vornherein borniert oder kleingeistig sein, als Gastronom ausschließlich mit heimischen Produkten operieren zu wollen. Dafür spricht schließlich die Förderung der Kleinstruktur, der direkte Kontakt mit den Produzenten, die Vermeidung langer Transportwege, die Stützung des regionalen Gedankens. Nur österreichische Produkte anbieten zu wollen ist auch die grundsätzliche Idee der seit Anfang Jänner existierenden "Österia" am Concordiaplatz - der Name wurde vorsorglich weltweit geschützt, das Logo hoffentlich auch, denn noch mehr von derlei Wort-Bild-Meisterleistungen wäre schwer zu ertragen.

Das Haus am Fuße der Stiege hinauf zur Kirche Maria am Gestade bietet sich ja seit jeher für lukullische Nutzung an, eine coole Weinbar oder ein furioses Tapas-Lokal hätten mit dem schlichten Bauhaus-Modernismus des Gebäudes durchaus gut können. Die "Österia"-Macher dachten dennoch vorerst

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