Medienpädagogik: Neue Net-Beschmutzungen

Extra | Iris Buchheim | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Das Internet ist der McDonald's der Information, und wie McDonald's liefert es ein Produkt, das schnell, leicht und billig zu bekommen ist. Wie McDonald's reicht es für manche Leute aus und befriedigt ihre Bedürfnisse." Dieses herablassende Diktum über das Netz der Netze stammt von einem seiner Vorreiter, Clifford Stoll, der in den Siebzigerjahren beim Aufbau des legendären ARPAnet mitwirkte, dem militärischen Urahn des Internet. Jetzt, da das neue Medium fast zum Massenmedium avanciert ist und Politiker fordern, die Schulen ans Netz zu bringen, profiliert sich Stoll als Apokalyptiker. Die haben bekanntlich mit den Heilsverkündern der neuen Medien eines gemeinsam: Sie sind gegen Tatsachen immun.

Schon mit seinem Opus "Die Wüste Internet" (1996) hatte sich der US-amerikanische Astronom und Datenschutzspezialist als Net- und Nestbeschmutzer einen Namen gemacht. In seinem neuen Werk "LogOut" erklärt Stoll nun, warum Internet und Computer im Klassenzimmer nichts zu suchen haben. Weil

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