Die ulnare Opposition

Hand-Bücher. Frank R. Wilson will uns begreiflich machen, dass wir ohne unsere Hände ziemlich dumm dastehen würden: Ohne sie hätte es keine Entwicklung von Sprache und Denken gegeben.

Extra | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Vor der Erfindung des Klappentextes wusste man meist bereits nach der Lektüre des Titels eines Buches, was einen inhaltlich erwarten würde. Heute ist die so nüchterne wie ausufernde Titelgebung früherer Zeiten rar geworden, aber es gibt sie noch: "Die Hand - Geniestreich der Evolution. Ihr Einfluss auf Gehirn, Sprache und Kultur des Menschen". Was den Neurologen Frank R. Wilson also an den menschlichen Greiforganen interessiert, ist nichts weniger als der Zusammenhang von Bewegung, Fühlen und Denken.

Ausgehend von Charles Bells epochalem Werk "The Hand, Its Mechanism and Virtual Endowments, as Evincing Design" von 1833 und der Studie des Anthropologen John Napier "Hands" von 1980, geht es Wilson um Belege dafür, dass jede Theorie der menschlichen Intelligenz, "die die Wechselbeziehung von Hand und Hirnfunktion, die historischen Ursprünge dieser Beziehung oder ihren Einfluss auf die Entwicklungsdynamik des modernen Menschen außer Acht lässt, (...) irreführend und unfruchtbar" sein


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