Physiognomie: Hitlers Gesicht

Extra | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Punkt, Punkt, Schrägstrich, Quadrat: So leicht lässt sich eines der bekanntesten Gesichter des 20. Jahrhunderts darstellen - jenes von Adolf Hitler. Ein Gesicht, das mit seiner Haartracht hinreichend charakterisiert war; eine physiognomische Leerstelle, die sich für Projektionen aller Art geradezu anbot. "Hitlers Gesicht. Eine physiognomische Biografie" von Claudia Schmölders erzählt die Geschichte des Diktators aus der "Perspektive jener Parawissenschaft, die zwischen 1918 und 1945 die körperliche Wahrnehmungslehre in Deutschland insgesamt beherrscht hat" - vom Projekt der nationalen Porträtgalerie von 1913 über die Entwicklung der Massenmedien Fotografie und Film und den "hypnotisierten Blick auf den (Ver-)Führer" bis zur Dehumanisierung des "nicht deutschen" Gesichts in der Rassenkunde. Dabei rückt Schmölders interessantes, bislang kaum beachtetes Material aus Kultur und Politik ins Blickfeld, wenn auch manche Bezüge - wie etwa die zu den Kaiserbildnissen oder zum "Gesichtsverlust"


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