Der Missionar geht um

Musik. Ein neues Buch über Bob Dylan zu schreiben ist zugegebenermaßen keine leichte Aufgabe. Willi Winkler ist nicht viel und vor allem: nicht viel Neues eingefallen.

Extra | Chris Duller | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Bücher über Bob Dylan gibt es zur Genüge. Die Autoren übertreffen sich dabei gerne entweder in fantümlerischer Heldenverehrung und Mythenbildung oder in detailbesessener Exegese, bis einem Theorien und Verflechtungen schier erschlagen. Willi Winkler, beschäftigt bei der Süddeutschen Zeitung und davor Redakteur bei der Zeit und dem Spiegel, übt sich weniger in Song- und Textanalyse, wie dies viele vor ihm betrieben haben, sondern befasst sich lieber mit Dylans verschiedenen Befindlichkeiten. Doch schon bald stellt sich die Frage, welcher der beiden Wege weniger ans Ziel führt - zumal ein solches hier, in "Bob Dylan. Ein Leben", nicht klar zu erkennen ist.

Winkler bemüht sich, in chronologischer Folge den jeweiligen zeitlichen Rahmen dieser wechselhaften Künstlerlaufbahn zu untersuchen, Bob Dylans Bezugspersonen auszumachen und zu Wort kommen zu lassen, Dylans Ambitionen und Stimmungen wiederzugeben. So weit, so gut. Vieles daran bleibt jedoch der subjektiven Einschätzung des Autors


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