Die Erde, ein Mädchenplanet

Debüt. In "Leichte Mädchen" beschreibt Malin Schwerdtfeger den unverkrampften Pragmatismus ihrer Generation und beweist, dass das gute alte Erzählen keine Frage des Alters ist.

Extra | Tobias Heyl | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Wer heute damit beschäftigt ist, erwachsen zu werden, kann von seinen Eltern keine Hilfe mehr erwarten. Wer nach 1970 geboren wurde, muss sich mit Vätern und Müttern herumschlagen, die selbst noch alle Hände voll damit zu tun haben, an ihrer eigenen Biografie zu basteln. Von Glück kann da reden, wer nicht allzu viel Energie dafür aufbringen muss, seine Erzeuger ins rechte Gleis zu bringen.

Malin Schwerdtfeger wurde 1972 geboren, und hier soll nicht darüber spekuliert werden, welche Erfahrungen sie beim Erwachsenwerden machen musste. Es geht hier allein um acht kurze Erzählungen, die von leichten Mädchen handeln, von jungen weiblichen Wesen, die nach 1970 geboren wurden. Zwar kommen auch "leichte Mädchen" im anrüchigen Wortsinn vor, aber die Leichtigkeit aller Heldinnen äußert sich doch eigentlich darin, dass sie das Leben leicht nehmen - leichter als ihre Eltern, die sich in irgendwelche Sackgassen verrannt haben.

Es sind Töchter, die gelernt haben, mit ihrer Mutter (Väter


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