Hund, Steine, Scheren

Amsterdam-Roman. A. F. Th. van der Heijden schickt seinen Helden in eine Straßenschlacht.

Extra | Klaus Nüchtern | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Die Romane des A. F. Th. van der Heijden beginnen oft mit schönen Beispielen für die Verkommen- und Heruntergekommenheit ihrer Helden: einsetzendes Quartalssäufertum ("Der Anwalt der Hähne"), Reliquiendiebstahl ("Fallende Eltern"), kindliche Tierquälerei ("Das Gefahrendreieck"). Der soeben erschienene "Prolog" zu dem Romanzyklus "Die zahnlose Zeit" trägt den Titel "Die Schlacht um die Blaubrücke" und führt uns Albert Egberts beim Versuch vor, Autos zu knacken. Pech für ihn: Vor dem Königinnentag, der mit Alberts 30. Geburtstag zusammenfällt, wurden ganze Stadtteile autofrei gemacht; und als Egberts endlich einen Fiat 133 aufkriegt, entpuppt sich dieser als Behindertenfahrzeug, was a) Egberts Restgewissen und b) sein Gedächtnis mobilisiert, darüber hinaus aber c) einen Hundebiss zur Folge hat.

Die Ereignisse öffnen plötzlich eine Tür in die Vergangenheit, und in langen Rückblenden, die zwischen wenige Sekunden gegenwärtiger Handlung geschoben sind, eröffnet sich auch jener


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