Der Halbseidene

Porträt. Seine Geschäfte sind krumm, seine politischen Ansichten höchst seltsam. Nun wurde er Opfer eines mysteriösen Anschlages. Der FPÖ-Kandidat Peter Schumann gibt Einblicke in jenes Milieu, in dem die Freiheitlichen noch Quereinsteiger finden.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Die Eingangstüre der Behindertenberatungsstelle "Mobil" ist aufgestemmt. Die Aktenordner sind wild verstreut. An den Wänden Drohungen: "Schuhmann! Du Nazi-Sau, wir kriegen dich!", steht da geschrieben. "Sogar meine grüne Rapid-Uhr wurde besprayt", sagt Peter Schumann, während ihn ein Mitarbeiter ins devastierte Büro schiebt.

Erstmals wurde in Wien ein Büro, das sich "Behinderten-Anwaltschaft" nennt, verwüstet. Das mediale Echo auf die mysteriöse Tat war erstaunlich leise. Die Kronen Zeitung hatte zwar einen Fotografen entsandt, auf die Bilder jedoch verzichtet. Jetzt ermittelt die Staatspolizei, wer den ersten politischen Anschlag des Wiener Wahlkampfes verantworten könnte. Peter Schumann weiß es jetzt schon: "Die linken Chaoten oder vielleicht die Frau Petrovic selber." Es müssen Insider am Werk gewesen sein. Sie kannten sich im abgelegenen Büro des Vereins "Mobil" bestens aus, verwüsteten nur Schumanns Zimmer. Und niemand im Gemeindebau mit den dünnen Wänden hat sie dabei


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