"Es wird unangenehm"

Wiener Wahl. Welche Folgen hat das Wiener Ergebnis auf die Bundespolitik? Wird Jörg Haider nach der blauen Wahlschlappe durchdrehen? Und kann Alfred Gusenbauer gleich einpacken, wenn aus Rot-Grün nichts wird?

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Am Viktor-Adler-Markt, in der Lugner-City und in zig Fußgängerzonen: Bis kurz vor dem Urnengang wird das einfache Parteimitglied Helene Partik-Pable nicht mehr von der Seite weichen.

Mit gutem Grund. Schadensbegrenzung ist angesagt. Ein Minus zwischen fünf (Integral) und acht Prozent (Gallup) sagen die Demoskopen den Freiheitlichen voraus. Auch wenn die Bekennerrate unter blauen Sympathisanten traditionell niedrig ist und die Ablöse von Hilmar Kabas als Spitzenkandidat ein ärgeres Debakel noch verhindern konnte, die FPÖ wird am Sonntag nicht einmal in die Nähe ihres historischen Höchststandes von 1996 (27,94 Prozent) rücken. Damit steuert die Partei - nach den AK-Wahlen und den Landtagswahlen in der Steiermark und im Burgenland - auf ihr viertes Wahldesaster seit Regierungseintritt zu.

Kurzfristig wird die blaue Schlappe die deutlichsten Auswirkungen auf die Bundespolitik haben, meinen die politischen Auguren. Gilt das Ergebnis in der Hauptstadt doch jetzt schon als repräsentativstes


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