Das Kreuz mit der Wahl

Wien-Wahl. Wen kann man, wann und wo darf man, wie soll man wählen, und warum muss man unbedingt in Wien bleiben, um sein Kreuz zu machen?

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Helmut Zilk hat Pech. Der ehemalige Wiener Bürgermeister wird sich am 25. März auf Hawaii sonnen; er war überzeugt, dort sein Kreuzchen für Michael Häupl machen zu können. Darf er aber nicht. Ausnahmen gibt es nicht einmal für Altbürgermeister. Wer bei der Gemeinderatswahl mitbestimmen möchte, welche Stadtregierung für die nächsten fünf Jahre an der Macht ist, muss am 25. März in Wien bleiben.

Im Büro von Stadträtin Renate Brauner, die für die Vorbereitungen der März-Wahlen verantwortlich ist, will man an dem Umstand, dass es zu Beginn des dritten Jahrtausends immer noch nicht möglich ist, seine Stimme in Briefform in die Landeshauptstadt zu schicken, nicht schuld sein: "Im Bundesverfassungsgesetz steht, dass die Gemeinderatswahl vor einer ordentlichen Wahlbehörde ablaufen muss, und das ist eben nur hier gegeben", heißt es. "Für die Einführung der Briefwahl müsste das Bundesverfassungsgesetz geändert werden, und das kann nur das Parlament machen." Also liegt es an


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