Kommentar: Rottweiler: Ich habe selbst Maulsperre

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Am vergangenen Wochenende sind in der Tageszeitung Die Presse zwei Gastkommentare von führenden FPÖ-Funktionären erschienen. In der Rubrik "Quergeschrieben" durfte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider seine umstrittenen Wortspiele in Zusammenhang mit Ariel Muzicant gegen den "Aufstand der ,Gutmenschen'" verteidigen; unter dem eigentlich den Apercus von Altchefredakteur Thomas Chorherr vorbehaltenen Etikett "Wie ich es sehe" fuhr die Wiener Spitzenkandidatin Helene Partik-Pable schwere Geschütze gegen das Burgtheater und Kulturstadtrat Peter Marboe auf.

Der VP-Mann habe die Politik seiner sozialdemokratischen Amtsvorgängerin Ursula Pasterk nahtlos fortgesetzt, behauptet Partik-Pable. "Statt eine Trendwende herbeizuführen, hat der Mann aus New York das praktiziert, was die Genossen so jubeln lässt. Getreu nach der Devise: Die Kunst muss links sein." Das ist, vorsichtig ausgedrückt, eine kühne Behauptung, und es würde mich interessieren, ob Frau Partik-Pable das wirklich glaubt.


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