Der Teufel im Detail

Film. Nachdem der Leibhaftige im Kino heuer bereits viermal sein Unwesen trieb, ist es nun Zeit für die Wiedergeburt des Klassikers "Der Exorzist" - in einem von Präzision besessenen "director's cut".

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Vor zwei Jahren zeigte eine Folge der Cartoon-Fernsehserie "South Park", wie Teufel und Lieber Gott um die Herrschaft über die Menschheit ringen. Das ist an sich nichts Besonderes; dieser Kampf dauert ja schon Tausende Jahre an, ohne dass ein Ende abzusehen wäre, und ist für Bewohner eines mehrheitlich katholischen Landes leitkulturelle Routine. Signifikant an der "South Park"-Episode war jedoch, dass das Duell in Form eines spektakulären Boxkampfes zwischen dem muskulösen Satan und einem schmächtigen Jesus stattfand, der ja als eher friedfertig gilt. Überraschenderweise ließ der Teufel Jesus gewinnen, weil er als Einziger auf ihn gewettet hatte, und fuhr mit der Gewinnsumme zur Hölle.

Vielleicht hilft diese Anekdote, die Mehrfachpräsenz des Antichristen im derzeitigen Hollywood-Repertoire zu verstehen. Mit vier Filmen über ihn und seine Macht auf Erden, die seit Jänner auf die hiesigen Leinwände kamen, verbucht der Teufel den hitzigsten Trend im neueren Mainstream-Kino für


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