Neue Platten

Kultur | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Pop Fun Lovin' Criminals: Loco Chrysalis/EMI Es ist zwar nicht das größte Kompliment, als "bessere Bloodhound Gang" tituliert zu werden, aber das haben die Fun Lovin' Criminals nun einmal davon, ihre klischeehaften Männerfantasien permanent mit sich herumzuschleppen. Während die vermeintliche Ironie bei ihren genannten Kollegen im dichten Bierzeltnebel verloren geht, lässt sich bei den drei New Yorker Spaßvögeln letztlich aber doch stets ein rettendes Augenzwinkern ausmachen. Dadurch zieht sich ihre an sich sympathisch relaxte Mixtur aus einfach gestrickten Beats, Rock- und Country-Anwandlungen, Latin-Sprengseln, glänzenden Cocktail-Pop-Kirschen und diversen Ausflügen ins Balladeske auch seit mehreren Alben immer wieder solide aus der Affäre. Anders ausgedrückt: Stellen Sie sich einfach ein 2001er-Remake von "Miami Vice" vor - dort wäre diese Musik gut aufgehoben.

Gerhard Stöger My Vitriol: Finelines Infectious Records / Edel In den ersten fünfzehn

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