Nüchtern betrachtet: Kleines Gulasch in St. Pölten

Kultur | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Sieht man einmal von den Menschen, der Natur und der Kunst ab, dann gibt es wenig, was ich so liebe wie das Eisenbahnfahren. Immer wieder und mit großem Erfolg rufe ich an dieser Stelle die Bürgerinnen und Bürger des Landes zum Erwerb einer Vorteilscard auf, mit der sich billig und sicher reisen lässt, und habe durch die Erzählung so mancher schönen Schnurre, die sich auf meinen Eisenbahnreisen zugetragen hat, zur Popularität dieser Fortbewegungsart beigetragen (im Übrigen unbedankt von der ÖBB, was aber nichts macht). Als ich unlängst nach St. Pölten reisen musste, war ich früh genug am Bahnhof, um von 12.21 Uhr auf 12.17 Uhr und von Bahnsteig sechs auf Bahnsteig sieben umbuchen und auf diese Weise die Annehmlichkeiten eines Speisewagens nutzen zu können. Es war eine adrette neudeutsche Ausgabe, in der gerade italienische Wochen herrschten. Der Speisewagenkellner schrieb ein bisschen was auf, hantierte halblustig mit Besteck, nahm dazwischen die ein oder andere Bestellung

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