Kneten im Schatten

Massage. Beim Österreichischen Blindenverband werden nicht nur die Interessen von Sehbehinderten vertreten, sondern auch Sehende verwöhnt.


Nina Horaczek
Stadtleben | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

Es sei beileibe nicht so, dass seine Mitarbeiter nur besser massieren, weil sie schlechter sehen, wehrt sich Leopold Zimmerl, Geschäftsführer der Abteilung Massage beim Österreichischen Blindenverband, gleich zu Beginn gegen ein häufig geäußertes Klischee. "Schließlich gibt es wie bei den Sehenden auch bei Sehbehinderten und Blinden Leute mit mehr Gefühl und manche mit weniger ausgeprägten Fähigkeiten", meint Zimmerl. Natürlich können seine drei Mitarbeiter durch ihre Sehschwäche wahrscheinlich mehr ertasten als manch sehender Masseur, dass sie aber so gut massieren können, liegt jedoch vor allem daran, dass sie sich mit Unterstützung des Österreichischen Blindenverbands ständig weiterbilden und zusätzlich neue Techniken erlernen.

Gerade weil immer wieder Neues dazukommt, wird beim Blindenverband im Louis-Braille-Haus nahe der Hütteldorfer Straße nicht nur die klassische Massage (50 Minuten öS 440,-) angeboten, sondern ein weites Spektrum verschiedener Techniken: Neben

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